Tantric Hatha Yoga also.

Tantric Hatha Yoga also.


Lange habe ich innerlich mit mir gerungen, dem was ich tue, einen Namen zu geben. Habe im letzten Jahrzehnt einige Male damit experimentiert und jedes Mal, wenn das Wort „Tantra“ auf meiner Website aufgetaucht ist, häuften sich Anrufe der anderen Art: Männer, die glaubten, sie würden bei mir auf verschiedenste Art zum Happy-End kommen.

Zu Beginn hat mich das tief erschüttert. Weil mir nicht klar war, wie reduziert die Rezeption von Tantra im Westen doch ist.

Ich glaube, der Grund dafür, dass Tantra hierzulande mit „ist gleich“ Sexualität wahrgenommen wird, ist unser gewaltiges Defizit in diesem Bereich. In einer Zeit, in der man immer und überall Zugang zu pornographischen Inhalten hat, in einer Zeit, in der sich Menschen nach nichts mehr sehnen, als nach wahrer Intimität, aber nicht wissen, wie sie den Weg dahin finden, verwundert dieser Tunnelblick auch gar nicht. Wir greifen nach jedem Strohhalm, in der Hoffnung, endlich die vielen wunden Punkte in unseren Beziehungen zu heilen.

Und das hat auch seine Berechtigung: Körperliche Liebe und ihre zutiefst heilige Komponente zu sehen und zu praktizieren. Doch Tantra ist viel mehr als das und ich spüre, wie wichtig es ist, diesem praktischen System, das uns ermöglicht, in unser bestes Selbst hinein zu wachsen, seine ganze Kraft zurück zu geben.

Aus verschiedenen Kanälen gespeist – manche gehen über 5000 Jahre zurück – erlebte Tantra eine Hochblüte um 1100 nach Christus. Es handelt sich um eine mündlich überlieferte Tradition, die die Notwendigkeit eines Lehrers mit sich bringt. Tantra lernen wir nicht aus einem Buch, Tantra empfangen wir. Das besondere an dieser spirituellen Linie ist es, dass sie keinen Bereich des Lebens ausschließt. Damit wandten sich die Tantriker gegen die Herrschaft der orthodoxen Hindu-Elite, die nur ein sehr enges Feld der Spiritualität erlaubte.

Ich selbst wachse mit der Sri-Vidya-Tradition und meinem Lehrer Rod Stryker.
Diese Linie lehrt ein Yoga des Energie-Managements, unser Körper fungiert dabei als Altar. Es geht nie um die äußere Form einer Haltung, sondern immer um den Inhalt des Energiegefäßes, sprich deines Körpers.

Diese Art zu praktizieren lehrt uns, Energie zu sammeln, zu speichern und bewusst mit ihr zu arbeiten. Durch die Veränderung im Innen, ergibt sich eine radikale Veränderung unserer Wahrnehmung der Welt, unserer Lebenserfahrung.

Tantra zettelt an und beseelt; Eine Transformation hinein in dein bestes Selbst.
Tantra verbindet dich mit der Essenz und du wirst zu ihrer lebendigen Verkörperung.
Tantra feiert das Leben und lässt uns seine Kostbarkeit spüren.
Und das alles ganz ohne Sex, Körperkontakt oder Nacktheit.

Und so habe ich in den letzten Wochen auch zu mir selbst und in meine Stärke gefunden, um dem was ich praktiziere und lehre, den Namen zu geben, den es verdient. Weil ich tief in mir weiß, dass dies ein wichtiger Schritt ist, um noch mehr zu verkörpern, wer ich bin. Ein wichtiger Schritt in meiner eigenen Entwicklung. Egal was andere denken und tuscheln. Egal wie viel schlüpfrige Anrufe ich auch bekomme. Mit Integrität und Rückgrat hier zu stehen, ohne Füllwörter zu nutzen.

Ich lebe Tantra.
Ich lehre Tantra.
Ich liebe Tantra.

Und es ist meine größte Freude, es weiter zu geben und dich erblühen zu sehen.

Mit Liebe, beflügelnd heut‘!

Sei dabei!


Einsichten

4 comments

  1. Karin Nikbakht says:

    Liebe Danja,

    ich lese gerade voller Freude deinen Blog. Tut grad einfach gut und stillt meine Sehnsucht nach Echtheit.

    Danke dir für dein dich Zeigen & dein Sein

    alles Liebe Karin

    • Danja says:

      liebe karin,
      du schenkst mir mit deinen worten eine tiefe herzensfreude!
      ich danke dir!
      herzensgrüße
      danja

  2. Karin Nikbakht says:

    Ups…irgendwas ist da mit meiner Verlinkung zu meiner HP passiert liebe Danja

    kannst du das mal löschen bitte….im vorherigen Kommentar – peinlich …

    Danke :-))

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